Abschlussstufe - Klassen 8 bis 10

Unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten, steht im Zentrum unserer Arbeit vom 8. bis 10. Schuljahr.

Die Abschlussstufe der Gelderland-Schule führt zu folgenden Abschlüssen:

  • Abschluss des Bildungsgangs Lernen
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 9
  • Hauptschulabschlusses nach Klasse 10 Typ A
  • mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife)

Hierbei werden die individuellen Voraussetzungen einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers im Rahmen der Förderdiagnostik geprüft und dann der jeweilige Abschluss angestrebt.

Die Abschlussstufe bietet darüberhinaus eine Vielzahl an individuellen Angeboten für die Schülerinnen und Schüler an. Nachfolgend ein kurzer Überblick einiger Angebote:
 

Schülerfirma

Alle Schülerinnen und Schüler der Abschlussstufe sind in einer Schülerfirma tätig. Hierbei können die einzelnen Bereiche und Arbeitsabläufe einer Firma fast wie im wirklichen Wirtschaftsleben kennengelernt werden.
Zur Zeit gibt es an der Gelderland-Schule folgende Schülerfirmen:

  • Snack-Bar
  • SoKo (Sozialkompetenz)
  • Wald
  • Werken


Im Rahmen der „Persönlichen-Entwicklungsgespräche“ (PEG) bieten wir ein modulares Berufsvorbereitunsgangebot, bei dem die Schülerinnen und Schüler während der Schulbesuchsjahre 8 bis 10 aus folgenden Modulen wählen können:

  • Langzeitpraktikum (ein- oder zweitägig / Woche)
  • Schülerbetriebspraktika
  • Betriebserkundungen
  • „Drehscheibe“  (in Kooperation mit der integra gGmbH)
  • „Verbundmodell“  (in Kooperation mit der integra gGmbH)


Im Rahmen des Programms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) bieten wir die Potenzialanalyse im Jahrgang 8 und Berufspraktika in den Jahrgängen 9 und 10 an.

 

Informationsveranstaltungen

Neben den üblichen Inhalten des Arbeitslehreunterrichts werden an unserer Schule immer wieder Experten in die Schule geholt bzw. besuchen die Schüler Informationsveranstaltungen:

  • die Schuldnerberatung informiert über Schulden bzw. Wege aus den Schulden,
  • das Sozialamt informiert über Sozialhilfe,
  • das Berufskolleg Geldern informiert Schulabgänger,
  • Vertreter der Wirtschaft informieren über "Benimm",
  • die AOK führt ein Bewerbungstraining durch,
  • überbetriebliche Ausbildungsstätten stellen sich vor oder werden besucht,
  • das Förderberufskolleg Neukirchen-Vluyn wird besucht,
  • die AWO informiert in der Oberstufe je einmal im Schuljahr über Liebe, Partnerschaft, Familie, Sexualität und Verhütung.

 

KAB-Patenprojekt

Nachgehende Betreuung, eine originäre Aufgabe von Sonderpädagogen, kann schon seit Jahren aus Resourcenmangel an Förderschulen nicht mehr angeboten werden. Dabei zeigen Einzelfälle von Ausbildungsabbruch, Scheitern im Förderlehrgang, frühe Schwangerschaft bis zu familiären Konflikten wie wichtig gerade in der heutigen Zeit ein zusätzlicher Ansprechpartner mit Anbindung an die Schule sein kann, alleine schon weil ein Ausbildungsabbrecher zunächst jegliche weitere Förderung durch die Arbeitsagentur verliert.

Deshalb entstand in 2005 die Idee eines Patenprojektes in Kooperation von KAB und Gelderland-Schule. So sind wir in der Lage für Entlassschülerinnen und Entlassschüler eine nachschulische Betreuung anbieten zu können - und zwar über die gesamte Ausbildungsdauer.

Die Betreuung übernehmen Patinnen und Paten von der KAB - inzwischen auch andere Freiwillige, die sich in diesem Projekt engagieren wollen. Die Patinnen und Paten werden Bindeglied zwischen

  • Schülerinnen und Schülern und Betrieb,
  • überbetrieblicher Ausbildungsstätte,
  • Berufskolleg,
  • Praktikumsbetrieb,
  • Gelderland-Schule und natürlich
  • Elternhaus.

Sie erteilen keine Nachhilfe, sondern stehen als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung, geben Hilfestellung, haben Nachfragefunktion und vermitteln.

Zusätzlich zum kurzen Draht zwischen Paten und Schule findet ein regelmäßiger Austausch statt. Alle 6-8 Wochen treffen sich die Patinnen und Paten mit einer Lehrkraft in der Schule, um eventuell auftauchende Probleme zu klären wie Probleme/Fragen im Zusammenhang mit abH, Unterrichtsausfall, Schwierigkeiten am Berufskolleg/mit Lehrern etc. Als außerordentlich hilfreich hat sich die Nachfragefunktion der KAB-Paten als unbeteiligte Dritte erwiesen.

 

Verbundsystem von Gelderland-Schule, Integra und Jugendhilfe in Geldern (Drehscheibe)

Seit dem Schuljahr 2003/04 wird versucht schulpflichtige, aber schulmüde Jugendliche der Gelderland-Schule im neunten, in Ausnahmefällen auch im achten Schulbesuchsjahr durch intensive Beziehungs- und Betreuungsarbeit zu erreichen.

Die Jugendlichen sollen durch Arbeit bei der Integra gGmbH einer geregelten Tätigkeit nachzugehen lernen. Dabei ist der Arbeitsbereich zwischen Jugendlichen und Eltern bzw. Sorgebrechtigten einerseits und betreuenden Lehrerinnen und Lehrern andererseits abzusprechen. Ziel ist durch die Vernetzung der Kooperationspartner eine individuelle Unterstützung von gescheiterten, schulpflichtigen Jugendlichen zu erreichen. Hierbei wird die Integra zur Drehscheibe, von wo aus die Jugendlichen in Absprache mit der betreuenden Lehrerkraft weitergeleitet werden (Praktika in Betrieben, Rückführung zur Schule etc.). Die Jugendlichen sollen an mindestens einem Tag bei der Integra arbeiten, an den restlichen Tagen beschult werden; die Maßnahme wird aber sehr flexibel gehandhabt.

  • Die Integra wird somit zu einer Anlaufstelle für schulmüde Jugendliche unserer Schule.
  • Die Maßnahme hat präventiven Charakter zur Verminderung von Sozialhilfebezug oder Arbeit statt Sozialhilfe.
  • Kriminelle Aktivitäten werden weitestgehend eingeschränkt bzw. thematisiert.
  • Berufliche Orientierung und praktische Erfahrung bereiten den Weg zur beruflichen Eingliederung oder zur Rückführung in die Schule.

Fragen zur Abschlussstufe

Bei Fragen zur Abschlussstufe wenden Sie sich bitte an den

Schulleiter
Herrn Knops

und vereinbaren gerne einen Beratungstermin.

Telefon: 02831/4433

E-Mail: Herr Knops